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Maria Maria × Kampanien · Im Gespräch
Greco di Tufo DOCG
Fiano di Avellino DOCG
Falanghina

Francesco De Stefano: Drei Weißweine, drei Charaktere – was Irpinien so besonders macht

Von den Höhenlagen Irpiniens bis zum gedeckten Tisch: Francesco De Stefano spricht über Greco di Tufo, Fiano di Avellino und Falanghina – und darüber, warum Herkunft, Charakter und Food Pairing bei der Wahl eines Weines zusammengehören.

Interview: Maria Pia ToloRedaktion: Maria Maria6 Min. Lesezeit

Francesco De Stefano schenkt im Abendlicht einen Weißwein von Maria Maria in ein Glas ein
Francesco De StefanoGründer der Cantine Moras, Solofra

Wer einen Wein verstehen möchte, muss nicht nur auf die Rebsorte schauen. Herkunft, Stil, Servierweise und das Gericht am Tisch verändern, wie wir einen Wein wahrnehmen. Für Francesco De Stefano ist genau diese bewusste Auswahl entscheidend.

Im Gespräch mit Maria Maria führt er durch Kampanien und besonders Irpinien. Im Mittelpunkt stehen Greco di Tufo, Fiano di Avellino und Falanghina – drei Weißweine, die für Francesco unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Momente am Tisch besitzen.

Eine Zusammenarbeit, die mit gemeinsamen Werten beginnt

Was Francesco am Projekt Maria Maria überzeugt hat, sind zunächst die Menschen dahinter. Er nennt die Hingabe an das Projekt, die Ernsthaftigkeit von Valerio und Maria und ihre Kompetenz als entscheidende Gründe für seine Bereitschaft, den Weg von Maria Maria zu begleiten.

Dazu kommt eine gemeinsame Haltung: dieselbe Leidenschaft und dieselbe Suche nach Qualität, die nach Francescos Worten auch seine eigene Arbeit prägen.

Mich haben vor allem die Hingabe an das Projekt und die Ernsthaftigkeit beeindruckt, die Valerio und Maria zeigen.

Irpinien: drei DOCG in einer Provinz

Kampanien ist für Francesco seit jeher ein Symbolgebiet des italienischen Weinbaus, insbesondere im Süden Italiens. Er verweist auf eine Weintradition, die bis in die römische Zeit zurückreicht, und hebt innerhalb der Region besonders Irpinien hervor.

Dass allein diese Provinz drei DOCG-Herkünfte vorweisen kann, ist für ihn ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung und die besondere Weinbau-Eignung des Gebiets. Hinzu kommt mit Aglianico del Taburno eine weitere DOCG im Gebiet von Benevento.

Was Höhe und Klima im Glas verändern

Francesco führt den Charakter der Weine vor allem auf Klima und Höhenlage zurück. Beide Faktoren tragen nach seiner Erklärung zu einer höheren Säure bei. Das Ergebnis sind Weine mit mehr Struktur und einem entschiedeneren Charakter.

Gerade für ein Publikum, das kampanische Weißweine neu entdeckt, ist diese Perspektive hilfreich: Nicht alle Weißweine aus dem Süden Italiens sind weich oder unkompliziert.

Greco, Fiano und Falanghina: drei unterschiedliche Charaktere

Francesco betrachtet Greco di Tufo, Fiano di Avellino und Falanghina nicht als austauschbare Varianten. Greco di Tufo beschreibt er im Vergleich als stärker mineralisch.

Fiano wirkt für ihn weicher und vielseitiger und wäre seine Empfehlung für Menschen, die diese Weinstile zum ersten Mal entdecken. Falanghina zeigt in seinem Vergleich eine trockenere Tendenz und findet einen natürlichen Platz beim Aperitivo.

Wie Francesco die drei Weine unterscheidet

  • Greco di Tufo — im Vergleich stärker mineralisch
  • Fiano di Avellino — weicher und vielseitiger, sein Vorschlag für den Einstieg
  • Falanghina — trockenere Tendenz, mit einem natürlichen Platz beim Aperitivo

Kampanische Weißweine am Tisch

Fiano di Avellino würde Francesco zu einem nicht zu kräftigen Fischgericht servieren, zum Beispiel zu Garnelen oder Forelle.

Greco di Tufo besitzt für ihn eine ausgeprägtere mineralische Komponente und kann deshalb etwas komplexere Fischgerichte oder weißes Fleisch begleiten. Besonders hebt er Greco di Tufo mit Mozzarella di Bufala hervor.

Falanghina sieht er auch zum Aperitivo, beispielsweise zu einer Frisella mit San-Marzano-Tomaten.

Fiano di Avellino

Zu Garnelen oder Forelle.

Greco di Tufo

Zu komplexeren Fischgerichten und weißem Fleisch.

Mozzarella di Bufala

Die Empfehlung, die Francesco besonders hervorhebt.

Falanghina zum Aperitivo

Zum Beispiel zu einer Frisella mit San-Marzano-Tomaten.

Der häufigste Fehler beginnt bei der Temperatur

Ein häufiger Fehler liegt für Francesco bereits beim Servieren. Weißwein kann zu kalt, aber auch zu warm ins Glas kommen. Eine konkrete Gradzahl nennt er nicht.

Dasselbe gilt für das Pairing: Wer die stärkere Mineralität des Greco oder die größere Weichheit des Fiano ignoriert, behandelt sehr unterschiedliche Weine, als wären sie gleich.

Warum die Wahl eines Weines nie banal ist

Am Ende führt Francesco alle Themen auf einen Gedanken zurück: Die Wahl eines Weines ist nie banal. Herkunft, Stil, Gericht und Servierweise beeinflussen sich gegenseitig.

Für Maria Maria sieht Francesco seine Rolle darin, die vorhandene Kompetenz von Valerio und Maria mit seiner Erfahrung zu ergänzen und so zur weiteren Entwicklung des Projekts beizutragen.

Die Wahl eines Weines ist nie banal.

Häufige Fragen

Kampanische Weißweine — kurz beantwortet.

Einstieg, Unterschiede, Abbinamenti und Temperatur: die fünf Fragen, die nach diesem Gespräch am häufigsten offenbleiben.

Über den Gesprächspartner

Francesco De Stefano

Gründer der Cantine Moras, Solofra

Francesco begleitet Maria Maria mit seiner Erfahrung und seiner Kenntnis der kampanischen Weinwelt.

Cantine Moras

Im Gespräch verkostet

Kampaniens Weißweine bei Maria Maria entdecken

Greco di Tufo, Fiano di Avellino und Falanghina — die kampanischen Weißweine der Kollektion, jeder mit dem eigenen Charakter, von dem Francesco im Gespräch erzählt.

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